Natur abstrakt: Wischer kreativ


Kreative Naturfotografie eröffnet uns Fotografen ein neues Spielfeld. Wie ein Maler seinen Pinsel, benutzen wir in der digitalen Fotografie unsere Kamera als Medium. Heute möchte ich Euch eine dieser Techniken vorstellen.

Natur abstrakt und Wischer

Das kontrollierte Bewegen der Kamera während einer längeren Belichtungszeit nennt man Wischen. 

Natur abstrakt: Wischer / (c) Dorothe Willeke-Jungfermann www.fotodialoge.com

Die Wischer-Technik in der Fotografie entsteht durch gezielte Aufwärts- und Abwärtsbewegungen oder auch durch schwungvollere Bewegungen der Kamera.


Kamera und Einstellungen

Im Prinzip ist jede Kamera, die manuelle Einstellungen zulässt, für die Wischer-Technik geeignet. Abhängig von Motiv und dem gewünschten Ergebnis führen längere Belichtungszeiten  ab 1/10s zu guten Bildergebnissen. 

Natur abstrakt - Wischer in der Fotografie
Natur abstrakt: Wischer / (c) Dorothe Willeke-Jungfermann www.fotodialoge.com


Ich empfehle die Basisbelichtung im Manuellen Modus an der Kamera vor einzustellen, um kontrollierte Rahmenbedingungen zu erhalten.


Wischrichtung

Ob Aufwärts- oder Abwärtsbewegungen oder vielleicht sogar kreisende Bewegungen ausgeführt werden, hängt vom Motiv ab. Für aufstrebende Motive bietet sich ein vertikaler Wischer an, so zum Beispiel Wald-Wischer. 

Kreative Naturfotografie und Wald-Wischer
Wald-Wischer / (c) 2014 Dorothe Willeke-Jungfermann / www.fotodialoge.com


Für Motive, deren horizontale Wirkung verstärkt werden soll, wählt eine horizontale Wischrichtung. 

Natur Kreativ: Wischer-Technik in der Fotografie

Neben der Nutzung des Manuellen Modus empfiehlt es sich, auch manuell scharf zu stellen, so habt ihr immer die gleichen Aufnahmebedingungen für das jeweilige Motiv.

Die Bildgestaltung ist für ein gutes Wischerfoto ebenso wichtig. Nur einfaches "Reißen" tut es nicht. Also, vorher schon überlegen, wie ihr dieses Bild gestalten wollt. Und, nicht jeder Wischer gelingt gleich, es bedarf einiger Versuche, um ein gelungenes Bild zu erhalten.



Wald-Wischer in der Fotografie / (c) 2014 Dorothe Willeke-Jungfermann www.fotodialoge.com


Bilder können aus der Hand oder auch von dem Stativ aus aufgenommen werden. Ich selber liebe die Frei-Hand-Methode, weil ich dann auch neben der Auf- und Abwärtsbewegungen kreisförmig  Wischen kann.  


Ein Stativ hat den Vorteil, dass an sonnigen Tagen ein Graufilter vorgeschraubt werden kann, um die Belichtungszeiten zu verlängern, und als Orientierungshilfe für den Anfang.

Um ein Gefühl für die Bewegung, den Bewegungsablauf und die Geschwindigkeit der Bewegung der Kamera zu bekommen, solltet ihr zunächst "Trockenübungen" ausführen. Wenn Ihr das Gefühl habt, dass der Bewegungsablauf stimmig ist, könnt ihr die ersten Bilder fotografieren.

Die Wischer-Technik in der Fotografie macht viel Spaß und führt zu immer wieder überraschenden Ergebnissen.

Ich wünsche viel Spaß beim Wischen.


Unsere Kreativ- und künstlerischen Kurse findet Ihr auf unserer Homepage www.fotodialoge.com.

Kommentare