Sternschnuppen fotografieren - so geht es!

August ist Sternschnuppenzeit. Zum Höhepunkt am 12.08.2013 blitzen hunderte von ihnen pro Stunde über das Firmament. Wenn der Himmel nicht bewölkt ist und alle Prognosen zu treffen, könnten die meisten Sternschnuppen zwischen 20:15 und 22:45 Uhr zu sehen sein. Gute Chancen für alle Fotografen, ein spannendes Himmelszenario zu fotografieren.
 

Sternschnuppen sind schnell

Die Sternschnuppen sind sehr schnell, ca. 35-70 km/s und erscheinen somit nur ganz kurz am Himmel. Längere Belichtungszeiten, der richtige Ort und eine gute Vorbereitung sind das A und O für gute Aufnahmen.

Fotografisches Equipment

Ihr benötigt eine manuell steuerbare Kamera (z.B. eine Spiegelreflexkamera oder eine spiegellose Systemkamera) und ein weitwinkliges Objektiv (nachdem wir nicht genau wissen, wo die Sternschnuppen erscheinen und wir auch möglichst viele erfassen wollen). Für den festen Stand sorgt ein stabiles Dreibein-Stativ und ein Fernauslöser für verwacklungsfreies Auslösen der Kamera. Mindestens zwei geladene Akkus (Langzeitbelichtungen sind stromintensiv) sollten sich in Eurer Fototasche finden.

Der ideale Ort

Möglichst raus aus der Stadt, um störende Lichtquellen zu minimieren. Für einen interessanten Bildaufbau und als Orientierungshilfe sucht Euch ein Vordergrundmotiv, z.B. einen Baum oder eine Hütte auf einem Feld.

Einstellungsparameter an der Kamera für Sternschnuppen

Längere Belichtungszeiten ab 10 Sekunden ergeben schöne Lichtschweife. Um diese Werte zu erreichen kommt man nicht umhin den ISO-Wert zu erhöhen (zwischen ISO 800-3200). Blendenwert sollte kleiner sein, je nach Lichtsituation f 5.6 oder geringer.
Für den Weißabgleich würde ich Vor-Ort-Tests durchführen. Drei Möglichkeiten könnt Ihr ausprobieren: Automatischer Weißabgleich, Tageslicht und Kunstlicht. Der Weißabgleich mit dem schönsten "Farbergebnis" würde ich für die weiteren Bilder wählen.
Für ein eventuelle Nachbearbeitung (Bildbearbeitung und Entrauschen) ist die Aufnahme im RAW-Format zu empfehlen.
In der Dunkelheit funktioniert der Autofokus der Kamera nicht sehr gut: Somit den Autofokus abstellen, das Objektiv manuell fokussieren und die Unendlichkeitseinstellung wählen. Den Bildstabilisator würde ich ausschalten. Die Spiegelvorauslösung nutzen, um ein mögliches Verwackeln durch den Spiegelschlag zu vermeiden, und los geht's.
 
 
Ich wünsche Euch viel Spaß beim Ausprobieren. Gerne könnt Ihr mir Eure Bilder zur Veröffentlichung auf diesem Blog schicken.
 
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