Ausstellung "Gillian Wearing" im Museum Brandhorst in München

Die Konzeptionskünstlerin Gillian Wearing wurde 1963 in Birmingham geboren. Sie studierte am bekannten Londoner Goldsmiths College und wurde in den 1990er Jahren bekannt. 1997 gewann sie den renommierten Turner Prize. In ihren Werken beschäftigt sie sich kritisch mit menschlichen Abgründen, sozialen Konventionen und gemeinschaftlichen Traumata. Sie zählt heute zu den wichtigsten Künstlerinnen ihrer Generation in England.

Noch bis zum 07.07.2013 ist im Brandhorst Museum in München eine Retrospektive zum Werk von Gillian Wearing zu sehen. Neben den fotografischen Arbeiten dominieren die Filminstallationen in den zehn Ausstellungsräumen.

Fotografien:
Ein eigener Raum ist einer Aktion Gillian Wearings aus dem Jahr 1992 gewidmet: Sie bat damals Passanten spontan einen persönlichen Gedanken aufzuschreiben, um sie dann mit dieser Botschaft zu fotografieren. Oder ihre Selbstinszenierungen: Sie schlüpft mit authentischen "Silikonmasken" und authentischer Kleidung in die Rolle ihrer Mutter, ihres Vater, ihres Bruder und weiterer Verwandten.

Filme:
Zu sehen sind Filme wie "Prelude", das Portrait einer verstorbenen Trinkerin, hinterlegt mit persönlichen Gedanken ihrer Zwillingsschwester, oder das mit dem Turner Prize ausgezeichnete Gruppenbildnis "Sixty Minute Silence". Männer und Frauen in Polizeiuniformen, kaskadierend auf Stuhlreihen oder stehend, wurden eine Stunde gefilmt.

Für diese interessante Ausstellung benötigt man viel Zeit. Ideal für verschneite Osterfeiertage, die nun gerade hinter uns liegen, oder verregnete Frühjahrs- und Sommertage.

Auf der Website von BR2 finden sich einige bildnerische Auszüge und ein Hörbeitrag zu dieser Ausstellung.
 
Museum Brandhorst
Kunstareal
Theresienstrasse 35a
80333 München
 

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