Nicht immer fotografisch kreativ - oder doch!

Tja, wem geht es nicht ab und an so. Man steckt in einem fotografischen Tief, die Kamera liegt verstaut in der Fototasche und irgendwie geht nichts mehr. Kreativität ade? Nein! Hier ein paar Tipps, wie man diesen frustrierenden Momenten entkommt:

1. Suche Dir ein Projekt, an dem Du die nächsten Wochen arbeitest. Nehme die Kamera immer mit, wenn Du das Haus verlässt und konzentriere Dich nur auf das Dir gestellte Thema.  Je länger Du an diesem Projekt arbeitest, um so stärker schult sich Dein Blick für Motive wieder.

2. Allseits bekannt: Musik stimuliert, entspannt oder regt an, je nach Musikstil. Entweder Du stimmst Dich für Deinen Fotosparziergang mit Musik ein oder währenddessen. Ob Debussy oder Eminem, je nach Stimmung oder persönlichem Musikgeschmack, lass Dich von Musik zu Deinen Fotos inspirieren.

4.  Hole Dir Bildideen bei anderen Fotografen. Stöbere durch Foren, leihe Dir Fotobildbände aus oder besuche Fotoausstellungen. Die Bilder oder das Genre, dass Dich anspricht, solltest Du in Deiner Fotografie dann weiter verfolgen.

5. Treffe Dich mit Gleichgesinnten. Wenn Du es eher ungezwungen magst, sind hier freie Gruppen zu nennen, die sich zu Fotowalks treffen. Oder, wer das Vereinsleben bevorzugst, der wende sich an die vielen Fotoclubs, die sich über neue Mitglieder freuen.

6. Jeder Mensch ist kreativ, allerdings blockieren wir uns manchmal selbst. Der eigene Erwartungsdruck ist zu hoch.  In einem unserer Fotokurse war eine Teilnehmerin die mit einem "Firmen-Auftrag" zum Treffen kam: Wir brauchen ein Foto für unsere Weihnachtskarte. Sie suchte während des ganzen Fotokurses nach einem geeigneten Motiv, welches verwertbar wäre. Die Teilnehmerin blockierte sich damit so, dass Sie nicht mehr frei und offen nach spannenden Motiven Ausschau hielt. Solche Aufträge, selbstgestellt oder fremdbestimmt, lassen uns nicht mehr frei fotografieren. Vermeide dies solange, bis Du wieder "locker" fotografierst.

7. Sammle Ideen und schreibe sie auf. Ich führe Buch über Projekte, die mir spontan einfallen, oder Orte, an denen ich interessante Motive gesehen habe. Die modernen Kommunikationsmittel machen es noch einfacher: Jedes Smartphone hat doch heute schon eine "Aufgabenfunktion" oder ein "Tagebuch". Eintippen, dann ist es immer präsent, und vielleicht gleich ein Handyfoto dazu ablegen.

8. Du bist gerade im Stress, sei beruflich oder privat. Dein "persönliches Zeitfenster" ist begrenzt. Halte Dir einmal in der Woche eine Stunde frei, in der Du fotografierst, und gebe diese Stunde auch nicht für andere Planungen auf.

9. Es muss ja nicht immer das High End-Foto sein. Fotografie ist ein Handwerk und das Erlernen dieses Handwerks benötigt Routine. Und, Kreativität wird nicht auf Knopfdruck freigesetzt. Also, gebe Dir diese Zeit. Suche Dir einfache Themen: Fotografiere Türen oder Schatten. Das ist ganz lustig und Du entdeckst in Deiner direkten Umgebung viel Neues.

Viel Spass und viel Erfolg mit meinen Fototipps.
 
 
 
 


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