Die Kunst der Schwarzweißfotografie - Eine Schule der Bildgestaltung im digitalen Zeitalter von Torsten Andreas Hoffmann

Gastrezension von Harald Kräuter *

Da ich mich fotografisch derzeit wieder ein wenig „rückbesinne“ und sogar meine analogen Schätzchen wieder aus dem Keller geholt habe, habe ich mir das Buch "Die Kunst der Schwarzweißfotografie - Eine Schule der Bildgestaltung im digitalen Zeitalter" von Torsten Andreas Hoffmann aus dem dpunkt-Verlag sehr bewusst  mittels einer Internet-Recherche zum Thema aktuelle SW-Fotografie ausgesucht und bestellt.

Als Freund von hochwertigen Büchern und Bildbänden bin ich sehr zufrieden mit der Verarbeitung des Buches, der Druckqualität und Haptik. Der Untertitel des Buches „Eine Schule der Bildgestaltung.....“ trifft vollständig meine persönlichen Erwartungen, die ich hatte: keine überwiegend technischen Abhandlungen, Ausrüstungs- und Marken-Lobhudelei, sondern fundiertes Wissen und gute didaktische Aufbereitung.


Um mein Fazit vorweg zu nehmen, dies ist Autor und Verlag mit dem vorliegenden Buch wirklich gut und nur mit kleinen Einschränkungen gelungen.



Da ich als ganzheitlich wahrnehmender Mensch, der sich gerne mit Kunst und Fotografie beschäftigt, einen Zugang zur Materie überwiegend über Bilder und die durch diese ausgelöste Emotionen bekomme, war ich beim ersten Durchblättern des Buches ein wenig verwirrt: Richtig gute und das Interesse fesselnde Bilder wechseln sich mit recht einfachen Motiven ab, bei denen ich nicht auf den ersten Blick ergründen konnte, wofür sie stehen. Das klärt sich aber sehr schnell bei der Lektüre des zugehörigen Textes und die Bildbeispiele erweisen sich dann als sehr gut geeignet für das Verständnis des Themas, das der Autor vermitteln möchte.

Es klingt vielleicht ungewöhnlich, aber trotz der Themenstellung „Schwarzweiß“ wären einige weitere Farbbilder für das bessere Verständnis hilfreich. Warum?  Der Untertitel des Buches heißt „ ........im digitalen Zeitalter“. Es gibt keine Schwarzweiß-, oder Farb-Speicher-Cards (obwohl dies in April-Scherzen immer wieder behauptet wird). Es wird in Teil 4 des Buches hinreichend beschrieben, wie Schwarz-Weiß-Fotos aus der digitalen Kamera heraus, oder aus der Bearbeitung in Adobe Photoshop entstehen. An dieser Stelle wären für mein Empfinden überleitende Farb-Beispiele hierzu gut geeignet und hilfreich.

In diesem rundum gut gelungenen Buch liegen besondere Stärken in Teil 2 „Inhaltliche Aspekte guter Fotografie“ und Teil 3 „Kompositionslehre“.

Fazit: Das Buch ist umfassend, ausführlich und gut verständlich geschrieben und an für die Aufgabenstellung sehr gut geeigneten Bildbeispielen illustriert. Das sollte nicht den ohnehin schon ambitionierten Schwarzweiß-Digitalfotografen vorbehalten sein, sondern als erweitertes Basiswissen für gute Fotografie auch durchaus den ambitionierten Anfängern als Einstieg dienen, denen ich trotz der Fokussierung auf das Thema „Schwarzweiß-Fotografie“ dieses Buch sehr empfehlen kann.


Torsten Andreas Hoffmann
Die Kunst der Schwarzweißfotografie
Eine Schule der Bildgestaltung im digitalen Zeitalter
dpunkt.verlag
2. Auflage und aktualisierte November 2011
288 Seiten
ISBN 978-3-89864-755-5
Preis: EUR 44,90 (D)/EUR 46,20 (A)


Mehr Informationen erhalten Sie direkt beim dpunkt.verlag



*Dies ist ein Artikel von Harald Kräuter: Harald Kräuter, Jahrgang 1953, verheiratet, drei Söhne. Er lebt und arbeitet als Freiberufler in Vaterstetten bei München, Darmstadt und Wittmund/Ostfriesland. Er arbeitet im Bereich Produktfotografie, Dokumentation für Rechtsanwälte/Insolvenzverwaltung. Freie Arbeiten von Harald Kräuter sind u. a in Web-Galerien (Whitewall, Lebedeinekunst/harryherbs) zu sehen. Letzte Ausstellung im Rheingau-Palais Wiesbaden vom 23.9. – 10.12.2011.

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