Oxana Zuboff - "Eine kleine Prise Märchen"







Die Düsseldorfer Fotokünstlerin Oxana Zuboff wurde 1975 in Sibirien/Russland geboren. Sie erschafft fantasievolle Märchenbilder, die kleine Geschichten erzählen. Oxana Zuboff gewann u.a. den Fotowettbewerb "Deutschlands bester Fotograf 2010 - Digital Art", die Goldmedaille "Trierenberg Super Circuit 2010", Linz (Austria). Ihre Arbeiten wurden im Fotomagazin „Photoshop-Creative“ veröffentlicht.


Fotodialoge: Digital-Art, für Dich eine eigene Kunstform?

Oxana Zuboff: Die Zeit bleibt nicht stehen und die Welt ist ständig im Wandel. Genauso haben sich auch Bereiche der Kunst weiterentwickelt und stark vervielfältigt. Meiner Meinung nach hat sich die „Digital-Art“ schon längst als eigenständiges Genre etabliert. Einige Opponenten, die früher pure Fotografie befürwortet haben, teilen heute diese Meinung mit.



Fotodialoge: Du stellst Deine Fotokunst in Wettbewerben zur Diskussion.

Oxana Zuboff: Ich nehme an Fotowettbewerben teil, weil ich sehe, auf welchem Niveau sich meine Arbeiten befinden und was mich von anderen unterscheidet; ich kann auch Stärken und Schwächen meiner Bilder besser abschätzen.

Fotodialoge: Auf Deiner Website steht „Ich möchte die Welt ein bisschen bunter und freudiger zeigen. Eine kleine Prise Märchen kann viel gute Laune und Freude für alle Menschen bringen. Dazu gebe ich noch ein Körnchen Philosophie als Gehirnnahrung mit“.

Oxana Zuboff: Unser Alltag ist übersät mit Komplikationen, Sorgen, Ängsten. Ich wünsche mir, dass meine Bilder gute Laune verbreiten. Aus diesem Grund verwende ich in meinen Bildern meist bunte Farben, ungewöhnliche Lokation und transportiere auffällige Emotionen. Dabei muss ein Bild nicht leer aussehen, interessante Inhalte sollen zum Nachdenken verleiten. Meine unkonventionellen Bilder bilden gewöhnliche Lebenssituationen ab, damit die Betrachter nicht nur süße Bildchen sehen können, sondern auch eine Real-Story, die auf miteinander verbundenen Objekten, Charakteren und Emotionen basiert. Ich freue mich sehr, wenn die Betrachter, wie im Kino, meine Bilder genießen und erleben können.

Fotodialoge: Welches Fotoprojekt liegt Dir besonders am Herzen?

Oxana Zuboff: Ich mag alle meine Fotoprojekte, sogar meine alten. Dennoch bewerte ich jedes neue Bild, das ich gemacht habe, selbst zunächst kritisch. Meine persönlichen Einschätzungen und die Meinungen der Betrachter gehen oftmals nicht konform. Manchmal erfährt ein spontanes so genanntes „5-Minuten- Bild“ eine größere Resonanz als Projekte, in die ich viel mehr Zeit und Mühe investiert habe.


Fotodialoge: Wie planst und gestaltest Du Deine Fotoprojekte?

Oxana Zuboff: Viele meiner „Bild-Themen“ haben einen persönlichen Hintergrund und sind oftmals aus bestimmten Anlässen entstanden. Wenn ich eine Idee im Kopf habe, suche ich ein passendes Model, Accessoire oder Objekt. Dann fotografiere ich alle Elemente in gleichen Lichtsituationen. Falls ich architektonische Elemente brauche, warte ich auf das passende Wetter, damit Lichtquelle und Schattenrichtung mit meinen Hauptobjekten identisch sind. Ab und zu benutzte ich 3D Elemente. Es kommt vor, dass ich spontan zu sehr spannenden Fotoobjekten komme, die von Trödelmarkt oder aus „Onkels Keller“ stammen. Dann ändert sich meine Strategie – ich muss dann erst passendes Thema finden. Ein gutes Beispiel ist mein Bild „Für Dich!“:


Ich habe im Secondhand-Laden einen alten Puppenwagen mit blauem Himmel und dazu ein weißes Kuschelhäschen mit blauem Band gefunden. Eine Woche später auf einem Flohmarkt habe ich ein blaues altmodisches Mädchenkleid entdeckt. Auf diese Weise entstand aus drei Sachen eine Bildidee. Danach war es nur die Frage der Technik und Zeit– alles richtig ablichten und passende grüne Details aus meinem Fotoarchiv zu finden.





Oxana Zuboff hat nachfolgende Internetauftritte:
http://www.zuboff.de/portfolio.html
http://zuboff.deviantart.com/
http://www.fotocommunity.de/pc/pc/mypics/960350
http://view.stern.de/de/profile/Zuboff